Erfolgreiche Sportler spüren was sie tun...

 

Mit sanften Übungen zu einer verbesserten Körperwahrnehmung.

 

Aufgabe: Entfernung schätzen mit Augenbinde...

In der praktischen Arbeit als Mentaltrainer erlebe ich es immer wieder, dass Sportlern nicht der große Durchbruch in die Weltspitze gelingt. Oft fehlen nur Bruchteile zum gewünschten Ergebnis - doch im letzten Moment versagen die Nerven. So berichten diese Sportler nach ihrem Wettkampf: „Ich habe überreagiert“, „ich war zu angespannt“, „ich spürte mich nicht“, „ich hatte die Handbremse angezogen“, „ich spürte meine Beine nicht“ usw. Dies war für mich ausschlaggebend, Körperwahrnehmung als einen Bestandteil der Sportpsychologie zu etablieren.

 

...mit 6 Schritten genau vor den Spiegel.

Gemeinsam mit den Athleten versuche ich in einer ganzheitlichen Erfassung, Körper und Geist zusammenzuführen. Störanfällige automatisierte Bewegungen sollen bewusster gemacht werden. Hierdurch entsteht mehr Freiraum für ungenutzte Ressourcen der Aufmerksamkeit. Es geht nicht darum, in gute Bewegungsabläufe von Spitzensportlern einzugreifen, sondern spürbarer zu machen und damit die Voraussetzung schaffen, Bewegungsabläufe entscheidend zu optimieren. Geübt wird nicht die Bewegung an sich, sondern die Wahrnehmung der Bewegung: Wie führe ich eine Bewegung aus? - wie schnell, wie langsam, welchen Kraftaufwand benötige ich? Spüre ich, wie rund und wie weich die Bewegung abläuft oder Störungen im Verlauf der Bewegung auftreten? Durch das Ein- und Ausschalten verschiedener Sinne während der Übungen, wird der Sportler seinen Körper neu erfahren und achtsamer mit ihm umgehen. Durch das Training wird das Gehirn geschult, feinste Unterschiede der Bewegung wahrzunehmen und versucht dabei die einfachste, leichteste und effizienteste Bewegungsausführung zu wählen.


 

Positive Effekte im Leistungssport:

 

  • Verbesserung der Trainingsqualität (weniger ist mehr)
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung (intuitives Training)
  • Verbesserung von Balance- und Bewegungskoordination
  • Verbesserung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung der Reaktionszeit
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Selbstregulierung von Spannung und Entspannung
  • Und ganz wichtig: Mehr Abwechslung im Trainingsalltag!

  

Balancieren mit Augenbinde - die Meisterübung

Durch eine verbesserte Körperwahrnehmung ist es dem Sportler möglich, sich auch in Stresssituationen besser zu spüren und mental zu regulieren. Besonders im Wettkampf ist es von großer Bedeutung, dass der Sportler seinen Körper intensiver spürt, seine Signale versteht und angemessen reagieren kann.

 

Gerade im Hochleistungs-Wettkampfsport, in welchem Millimeteroder 1/100 Sekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden, ist eine gute Körperwahrnehmung eine wichtige Vorraussetzung zur persönlichen Bestleistung. Erfolgreiche Sportler spüren was sie tun. Sie können angemessen auf jede Situation reagieren, ohne unnötig Ressourcen zu verschwenden. Sie sind wach und auf eine bewusste Weise in Kontakt mit sich selbst, mit den Bedingungen und den Herausforderungen, die an sie gestellt werden!

 

Wesentliche Impulse gaben mir die Übungen zur Körperwahrnehmung aus der Arbeit von Heinrich Jacoby (1889-1964), Eva Gindler(1885-1961) und Moshé Feldenkrais (1904-1984), ebenso etliche Stunden in  Feldenkrais Seminaren, Achtsamkeitsgruppen und die eigene Erfahrung aus dem Spitzensport.

 



  Info - Telefon

+49-172-6102129